Präsident Peña Nieto: Umgestaltung des Landes wirkt sich positiv auf die Wirtschaft aus

Präsident Peña Nieto: Umgestaltung des Landes wirkt sich positiv auf die Wirtschaft aus

Vor Vertretern deutscher Wirtschaftsverbände und Unternehmen mit Interesse an Mexiko betonte Präsident Enrique Peña Nieto, die Umgestaltungsprozesse in seinem Land haben tiefgreifende Veränderungen nach sich gezogen und wirkten sich bereits positiv auf die wirtschaftlichen Eckdaten des Landes aus.

Insbesondere hob er die Schaffung von Arbeitsplätzen hervor. Nach Angaben des Mexikanischen Sozialversicherungsinstituts seien allein im März dieses Jahres 59.400 versicherungspflichtige Stellen entstanden. Das Beschäftigungswachstum liege demnach inzwischen bei einer jährlichen Rate von 3,5 %.

 Seit Antritt der amtierenden Regierung wurden somit 1,86 Mio. versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen.  Diese Zahl übersteige die Erfolge aller anderen mexikanischen Regierungen in vergleichbaren Zeiträumen.

Bei der Veranstaltung mit dem Titel  Die Wirtschaftsreformen in Mexiko - Perspektiven für die deutsch-mexikanischen Beziehungen  unterstrich Peña Nieto, dass das bilaterale Handelsvolumen 2015 bei über 15,75 Mrd. Euro lag, was eine Steigerung von 21% gegenüber dem Vorjahr bedeute. Damit liege Deutschland inzwischen an fünfter Stelle unter Mexikos wichtigsten Wirtschaftspartnern.

Bei ausländischen Direktinvestitionen liege Deutschland an sechster Position. Deutsche Unternehmen hätten in den vergangenen 16 Jahren insgesamt über 9 Mrd. Dollar in Mexiko investiert.

Es sei ein Beweis des Vertrauens der deutschen Unternehmer in Mexiko, dass mittlerweile über 1800 Unternehmen mit deutscher Beteiligung auf dem mexikanischen Markt präsent sind und fast 120.000 Arbeitsplätze geschaffen haben.

Nun bestehe die Aufgabe darin, den Austausch weiter zu intensivieren.  Unser Land bietet heute Geschäftsmöglichkeiten in besonders entwickelten Industriezweigen wie der Automobilbranche, der Luft- und Raumfahrttechnik und der elektronischen Industrie ebenso wie in strategisch wichtigen Bereichen wie Infrastruktur, Telekommunikation und Energieversorgung. 

Außerdem biete Mexiko zahlreiche Standortvorteile:

ERSTENS: Mexiko ist ein Produktionsstandort mit globaler Reichweite. Dank der geografisch günstigen Lage habe das Land eine Brückenfunktion zwischen Nord- und Lateinamerika und sei gleichzeitig Bindeglied zwischen den Atlantikstaaten und dem asiatisch-pazifischen Raum.  Unter den größten Ländern der Welt nimmt Mexiko Rang vierzehn ein. Das Land verfügt über eine große biologische Vielfalt und eine wachsende logistische Infrastruktur. 

ZWEITENS: Mexiko ist sowohl politisch als auch wirtschaftlich ein stabiles und zuverlässiges Land.  Wir festigen unser demokratisches System und entwickeln unsere Institutionen stetig weiter. Seit über 80 Jahren ist Mexiko politisch stabil. 

 Wirtschaftlich haben wir uns gesunde Staatsfinanzen auf die Fahnen geschrieben. Unsere Geldpolitik ist autonom, die Inflationsrate liegt auf einem historischen Tiefstand. Der Wechselkurs des mexikanischen Pesos ist flexibel, unser Bankensystem stabil. 

DRITTENS: Das Humankapital:  Mit über 120 Mio. Einwohnern sind wir die Nummer elf der bevölkerungsreichsten Länder, außerdem hat unser Land eine sehr junge Bevölkerung. Jeder zweite Bürger Mexikos ist jünger als 28 Jahre. 

 In Mexiko schließen jährlich 100.000 Hoch- und Fachschulingenieure ihr Studium ab. So haben wir qualifiziertes Personal für anspruchsvolle Tätigkeiten. 

VIERTENS: Mexiko ist ein aufstrebendes Land.  Wir sind offen und wettbewerbsfähig. Unter den größten Wirtschaftsmächten der Welt liegt Mexiko auf Rang 15. Unter den 34 OECD-Ländern belegen wir mit 2,5% Wirtschaftswachstum 2015 Rang 14. Für das laufende Jahr erwarten wir ein Wachstum zwischen 2,6 und 3,6 Prozent. 

 Unsere elf Freihandelsabkommen garantieren uns privilegierten Zugang zu 100 Mio. Verbrauchern. Dank dieses umfangreichen und weiter wachsenden Handelsnetzes konnte Mexiko sich von 2014 auf 2015 um zwei Plätze im Exportranking der WTO verbessern. Nunmehr liegen wir auf Platz 13 der bedeutendsten Exportnationen. Die Exporte unseres verarbeitenden Gewerbes machen 66% der Exporte dieser Branche ganz Lateinamerikas aus. 

Der mexikanische Staatschef erwähnte die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA, die als Motor der Weltwirtschaft gelten.

Ein weiterer Standortvorteil Mexikos sei der Umstand, dass der Transformationsprozess mit tiefgreifenden Strukturreformen auf einem Konsens zwischen den wichtigsten Parteien des Landes basiert. 

Mit der Arbeitsmarktreform, der Finanzreform, der Reform des Telekommunikationssektors, der Steuer- und der Energiereform wurde ein geeignetes wirtschaftliches Umfeld zur Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit geschaffen.

Die Regierung betreibe zudem eine Wirtschaftspolitik im Sinne von Stabilität, Entwicklung moderner Infrastruktur und zeitgemäßen politischen Handelns. 

Für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland sieht Peña Nieto vielversprechende Perspektiven, einerseits aufgrund der Größe, der Solidität und der Dynamik der deutschen Wirtschaft, andererseits aufgrund der makroökonomischen Stabilität und des Reformprozesses, den sein Land momentan durchlebt.

Hinzu komme die bevorstehende Aktualisierung des Globalabkommens zwischen Mexiko und der EU, bei der die Unterstützung Deutschlands eine wichtige Rolle spiele. 

 Diese Bedingungen bilden insgesamt einen idealen Rahmen, um unsere Wirtschaftsbeziehungen maßgeblich voranzubringen. 

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel versicherte, dass Mexiko für viele Deutsche ein sehr attraktives Reiseziel sei. An Peña Nieto gewandt unterstrich er, Mexiko sei für Deutschland der wichtigste Handelspartner im spanischsprachigen Lateinamerika und ein bedeutender Produktionsstandort. Das Land sei ein wirtschaftliches Schwergewicht innerhalb der Region, dessen wirtschaftliche Entwicklung dank stabiler makroökonomischer Indikatoren über dem lateinamerikanischen Durchschnitt eine gute Grundlage für fruchtbare Beziehungen bilde.  Gleichzeitig hob er die Bedeutung Mexikos als Bindeglied und Brückenbauer zwischen Lateinamerika und Nordamerika, zwischen den Atlantikstaaten und den Pazifik-Anrainern sowie zwischen Entwicklungs- und Industrieländern hervor.   Der deutsche Vizekanzler erinnerte an gemeinsame Werte, die Deutschland und Mexiko verbinden, vom Streben nach Frieden und Wohlstand bis hin zum Datenschutz.  In einer Welt, die immer komplexer und konfliktreicher wird, ist es wichtig auch zu sagen, dass uns mehr als nur Wirtschaftsbeziehungen verbinden. 

Gabriel betonte Mexikos Bedeutung als regionaler Investor und Deutschlands Spitzenposition in Europa als größte Exportnation und als Investor.

Er würdigte die mutigen Reformen in den Bereichen Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Bildung und Energie, die Präsident Peña Nieto auf den Weg gebracht hat. Diese böten neue Chancen für Investoren u.a. der Energie-, Transport-, Erdöl- und Telekommunikationsbranche sowie der Wasserwirtschaft.

Mexiko habe in den vergangenen 20 Jahren hochmoderne Produktionsstandorte in mehreren Industriezweigen entwickelt und sei insbesondere in der Automobilbranche führend.

Präsident Peña Nieto wohnte der Unterzeichnung der Gemeinsamen Absichtserklärung über die Errichtung der Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Mexiko sowie einer Gemeinsamen Absichtserklärung beider Wirtschaftsministerien zum Managerfortbildungsprogramm bei.

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