Mexiko und Deutschland: Umfangreiche Agenda des Dialogs, der Abstimmung und Zusammenarbeit

Mexiko und Deutschland: Umfangreiche Agenda des Dialogs, der Abstimmung und Zusammenarbeit

Präsident Enrique Peña Nieto hob hervor, dass Deutschland und Mexiko über den Warenaustausch hinaus eine echte strategische Partnerschaft aufbauen. Die im vergangenen Jahr gegründete Binationale Kommission   Allianz für die Zukunft arbeite an einer umfangreichen gemeinsamen Agenda des Dialogs, der Abstimmung und der Zusammenarbeit.

Bei seiner Rede anlässlich eines Banketts auf Einladung des Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Olaf Scholz, bekräftigte Präsident Enrique Peña Nieto den gemeinsamen Wunsch beider Länder nach engerer Kooperation:  Den Atlantischen Ozean, der zwischen uns liegt, haben wir nie als trennendes Element wahrgenommen, sondern stets als eines, das uns verbindet und einander näherbringt. 

Davon zeugten die Verbindungen und der rege Austausch, den der Hamburger Hafen als zweitgrößter Europas mit den Häfen von Altamira und Veracruz im Golf von Mexiko pflegt.

Das Vertrauen der deutschen Investoren in Mexiko sei groß und es wachse beständig weiter. Deutsche Unternehmen seien in fast allen Bereichen der mexikanischen Wirtschaft mit großem Engagement und Erfolg tätig.

 Deutschland und Mexiko verbinden eine tiefe Freundschaft und großes Einvernehmen, das seine Wurzeln eben hier in Hamburg hat. Die Stadt war Wiege unserer ersten Handelskontakte und Zeugin der Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen beiden Ländern. 

Peña Nieto hob hervor, dass Mexiko als erstes lateinamerikanisches Land 1829 ein Konsulat in Hamburg eröffnet hat.  Mit der Zeit haben Hamburg und Mexiko ihre historisch gewachsenen Kontakte immer weiter vertieft, neue Chancen erkannt und in konkrete Formen der Zusammenarbeit umgemünzt. 

Ein hervorragendes Beispiel hierfür sei die akademische und wissenschaftlich-technische Kooperation zwischen deutschen und mexikanischen Universitäten und Forschungszentren.

Ein ganz besonderer Moment bei diesem Staatsbesuch sei für ihn die Eröffnung des Mexiko-Deutschland-Jahres gewesen, so Peña Nieto.

Ziel dieser großartigen Initiative sei es, die Bürgerinnen und Bürger beider Länder noch näher zusammenbringen und das Kennenlernen der Kultur, der Traditionen und Werte der Menschen im Partnerland fördern.

Insgesamt möchte Mexiko das Freundschaftsjahr nutzen, um sich in ganz Deutschland als dynamisch aufstrebendes, kreatives, produktives und modernes Land zu präsentieren.

Einer der Höhepunkte unserer Veranstaltungen im Rahmen dieses Freundschaftsjahres werde der Besuch des mexikanischen Segelschulschiffes Cuauhtémoc im Juni im Hamburger Hafen sein. Dieses symbolträchtige Schiff der mexikanischen Marine trage die Botschaft des Friedens und der Freundschaft des mexikanischen Volkes und seiner Regierung hinaus in die Welt.

Enrique Peña Nieto erläuterte, dass Mexiko zu den wichtigsten lateinamerikanischen Investoren in Deutschland gehört, insbesondere in der Bauwirtschaft, in der chemischen Industrie und im verarbeitenden Gewerbe.

 Hamburg, das seit Jahrhunderten als  Deutschlands Tor zur Welt  gilt, verbindet dieses großartige Land mit der weiten Welt; und über Hamburg kommt die Welt nach Deutschland. 

Als Repräsentant seines Landes nutzte der Präsident die Gelegenheit, um die historisch gewachsene Bindung und Freundschaft zwischen Mexiko und Hamburg zu bekräftigen.

Der Erste Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz, unterstrich seinerseits die Bedeutung der Häfen für die vertrauensvollen Beziehungen zwischen Mexiko und Deutschland.

 Gute Beziehungen entstehen auch, aber nicht allein durch wirtschaftliches Interesse. Deshalb freuen wir uns in Hamburg nicht nur über die Container aus Mexiko, sondern im Juni auch auf das Einlaufen der imposanten Dreimast-Bark Cuauhtémoc, dem Segelschulschiff der mexikanischen Marine. .

Er versicherte seinem Gast, dass dessen Besuch ein weiteres Mal deutlich mache, dass Hamburg bis heute das lateinamerikanische Zentrum Deutschlands sei. So sei die wichtigste Wirtschaftsvereinigung zwischen Deutschland und Lateinamerika in dieser Stadt zu Hause   der Lateinamerika-Verein, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

 Mexikanische Seegüter werden regelmäßig zu uns verschifft. Dank verbesserter Anbindungen hat der direkte Containerverkehr zwischen Hamburg und Veracruz im vergangenen Jahr weiter zugenommen, und ich hoffe, dass wir die Zusammenarbeit in Zukunft noch intensivieren können. 

Mit dem deutsch-mexikanischen Wirtschaftstag im Festsaal des Rathauses und der Anwesenheit viele Unternehmer beim Abendessen setze man eine gute Tradition fort, denn die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hamburg und Mexiko begannen bereits mehr als zwei Jahrzehnte vor der Gründung der Vereinigten Mexikanischen Staaten.

 Damals lief das erste Handelsschiff aus Deutschland den Hafen von Veracruz ein   es kam, Sie werden es ahnen, aus Hamburg .

Scholz erwähnte mexikanische Baustoff- und Stahlfirmen, die in Hamburg ansässig seien.  Aber nicht nur einzelne Unternehmen, ganze Wirtschaftszweige kooperieren miteinander. Besonders erwähnen möchte ich die Zusammenarbeit zwischen unserem erfolgreichen Luftfahrtcluster HamburgAviation und dem Aerospace Cluster Monterrey. 

 Die Deutschen unter uns wissen, dass Hamburg der drittgrößte Standort der zivilen Luftfahrt in der Welt ist   da bietet sich eine Kooperation mit einem aufstrebenden Luftfahrtstandort wie Mexiko an. 

Scholz brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, dass der Gesprächsstoff zwischen Mexikanern und Deutschen auch nach mehr als 200 Jahren nicht ausgehen werde. Deshalb freue er sich, Präsident Peña Nieto im Juli des kommenden Jahres zum G20-Gipfel wieder in Hamburg begrüßen zu dürfen.


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