Einfluss der Bildungsreform

Einfluss der Bildungsreform

Im 20. Jahrhundert ist es in Mexiko gelungen, ein Bildungssystem zu schaffen, das auch in den entlegensten Regionen des Landes Schulunterricht gewährleistet. Dennoch blieben zwei große Herausforderungen bestehen: Das Niveau der vermittelten Bildung war nicht ausreichend und ständige interessengeleitete Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Lehrergewerkschaft erschwerten das Erreichen der Lehrziele. So folgte 2013 eine Bildungsreform mit institutionellen Veränderungen, die darauf abzielt, allen Kindern und Jugendlichen eine qualitativ gute Schulbildung zukommen zu lassen. Ihre Schwerpunkte sind:  

-Schule als Grundlage des BildungssystemsDas früher starre vertikale Schulsystem wurde unter Einbindung von Lehrern, Eltern und insbesondere Schulleitern umstrukturiert.

-Zustand und Ausstattung der SchulenAusstattung und Infrastruktur der Schulen sind für die Qualität der Lehre grundlegend. An der mexikanischen Börse wurden Bildungszertifikate aufgelegt, um Mittel für die Instandsetzung der Schulen des Landes zu erzielen, die sich in besonders schlechtem Zustand befinden.

-Professionelle Entwicklung der LehrerschaftDie Auswahl der Lehrer soll ausschließlich nach Leistungskriterien erfolgen. Durch die landesweiten Auswahlprüfungen werden nur die besten Studienabgänger zugelassen. Im Verlauf ihrer Tätigkeit werden sie regelmäßigen Beurteilungen unterzogen, um die Besten weiter zu fördern und diejenigen weiterzubilden, bei denen Bedarf festgestellt wird.

-Studienpläne und -programmeDiese sollen sowohl hinsichtlich der zu vermittelnden Kenntnisse und Fähigkeiten als auch in Bezug auf die pädagogischen Methoden und Materialien modernisiert werden. Dank der Reform werden die kommenden Generationen besser auf das spätere Berufsleben vorbereitet und zu verantwortungsvollen Bürgern erzogen.

-Gerechtigkeit und InklusionZwar ist auf der Ebene der Grund- und Mittelschulen die Versorgung nahezu in vollem Umfang gegeben, dies gilt jedoch noch nicht für die weiterführenden Schulen und Hochschulen. Deshalb sollen die Zugangsbedingungen für Jugendliche aus Familien mit geringerem Einkommen, Indigene und Behinderte durch Stipendien und besondere Unterstützung verbessert werden. Größere Investitionen sind auch im Bereich der Vorschulerziehung geplant.

-Verknüpfung von Bildung und Arbeitsmarkt. Das Bildungswesen soll dazu beitragen, zufriedene Menschen und verantwortungsvolle Bürger hervorzubringen, die erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Deshalb strebt die Reform eine wirksamere Verknüpfung von Bildung und Forschung mit dem produktiven Sektor an.

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