"Mayas, el lenguaje de la belleza" inicia el Año Dual México-Alemania

"Die Maya – Sprache der Schönheit“ eröffnet das Duale Jahr Mexiko-Deutschland

Die Ausstellung wird im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt und hat bereits mehr als 244.000 Besucher in Cancun, Villahermosa, Merida und Beijing empfangen. Zum ersten Mal werden archäologische Textilfragmente aus dem Cenote Sagrado de Chichén Itzá außerhalb von Mexiko gezeigt.

Eine Reihe von Figuren von der Insel Jaina im Bundesstaat Campeche, die etwa 400.000 Jahre alt sind und sehr präzise Details über Aussehen und Kleidung zeigen, sowie archäologische Textilfragmente, die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts aus dem Cenote Sagrado de Chichén Itzá (zu Deutsch die heilige Doline bzw. natürlicher Brunnen) in Yucatán extrahiert wurden, sind Teil der Ausstellung Die Maya Sprache der Schönheit, welche am 12. April im Museum Martin-Gropius-Bau in Berlin (Deutschland) eröffnet wird.

Nachdem die Ausstellung in Museen in Cancún, Quintana Roo; Villahermosa, Tabasco; Beijing, China und Mérida, Yucatán gezeigt wurde und dort bereits mehr als 244.000 Besucher angelockt hat, ist sie in den kommenden Monaten im Rahmen der Aktivitäten des deutsch-mexikanischen Freundschaftsjahres in Berlin zu sehen. Sie verkörpert gleichzeitig die Feier der engen und wachsenden Beziehungen zwischen beiden Nationen, welche ein großes historisches und kulturelles Reichtum besitzen. In der Ausstellung teilt Mexiko mit seinem Gastgeber eine seiner bedeutendsten und komplexen Kulturen.

Zusammen mit dem Wechsel der Ausstellungsorte hat sich die Anzahl der archäologischen Stücke der Sammlung erhöht. Während im Museum Maya in Cancun eine kleine Auswahl von 130 Objekten gezeigt wurde, sind es im Martin-Gropius-Bau etwa 300 von mehr als 20 Museen aus den fünf Bundesstaaten, die das Maya Gebiet in Mexiko umfassen: Chiapas, Tabasco, Campeche, Yucatán y Quintana Roo.

In Berlin können Besucher der Ausstellung eine Wiederherstellung der Opfergabe für das Begräbnis eines Jugendlichen aus Oxkintok, Yucatán, bestaunen, mit Originalstücken wie der Brustmaske aus Muschelschalen, welche das Gesicht einer Schildkröte darstellt, Gläser, Spachtel aus Knochen und eine Nadel mit Aufschriften, die sich auf den Träger selbst beziehen.

Die Objekte stammen aus der Späten Klassik (600900 n.Chr.) und wurden während der Ausgrabungen von Ricardo Velázquez im Jahr 2001 entdeckt. Der junge Mann von Oxkintok war ein vornehmer Jugendlicher, deren Begräbnis sich direkt neben einer außergewöhnlichen Opfergabe im Inneren der Grabstätte 8 der Struktur CA-14 sub der Gruppe Ah Canul befand.

Neu in der Sammlung - und zum ersten Mal im Ausland augestellt- sind verschiedene Textilfragmente und zwei Sandalen aus Pflanzenfasern, deren Alter auf die Epochen Endklassik und frühe Postklassik (900 - 1250 n.Chr.) zurückzuführen ist. Die Objekte wurden während der Ausgrabungen des Archäologen Román Piña Chan aus dem Cenote Sagrado de Chichén Itzá, Yucatán extrahiert. Im Jahr 1952 entdeckte Alberto Ruz Lhuiller in der Grabstätte von Kinich Janahb Pakal, im Tempel de las Inscripciones de Palenque, Köpfe aus Gips.

Die archäologische Sammlung veranschaulicht die Darstellungen des Körpers in der Kunst der alten Maya durch eine Auswahl an Kunstwerken aus Keramik, Jade, Muschel und Stein, welche aus verschiedenen Stilen und Zeitepochen stammen, von der Späten Präklassik (500 v.Chr. -250 n.Chr.) bis zur Späten Postklassik (1250 - 1527 n.Chr.).

Die Maya- Sprache der Schönheit, organisiert vom Ministerium für Kultur und dem Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH), wurde von Karina Romero Blanco kuratiert und ist das Ergebnis von Forschungen zahlreicher Akademiker mit Spezialisierung auf die Maya Kultur, von Disziplinen wie Archäologie, physikalische Anthropologie, Epigraphik und Ikonographie, welche sich systematisch über mehrere Jahrzehnte lang entwickelt haben.

Die Ausstellung ist in vier Kernthemen unterteilt: Der Körper als Gemälde (Cuerpo como Lienzo) bezieht sich auf die Paradigmen der Schönheit, die sich anhand körperlicher Veränderungen manifestieren, welche die ehemaligen Maya ausübten - beabsichtigte Schädeldeformationen, Skarifizierung und das Feilen der Zähne veranschaulichen die Aesthetik, die die Maya in ihrem eigenen Körper projektierten.

Der Verkleidete Körper (Cuerpo Revestido) stellt die Bekleidung als eine Form des Ausdrucks und der Kommunikation dar, die sich kontinuierlich weiterentwickelt, und anhand derer sich unter Anderem die Kultur, sozialer Status, berufliche Tätigkeit, Herkunft, Perönlichkeit, Geschmack und die Gemütsverfassung äußert. 

Zwar sind präkolumbische Textilien selten zu finden, aber durch Figuren, die auf der Insel Jaina und in weiteren Orten entdeckt wurden, weiß man über Aussehen, Vielfalt, Designs und Themen der Kleidung der ehemaligen Mayas. Bei den ausgestellten Werken wird die Komplexität hinsichtlich der Anfertigung der Kleidungstücke erkennbar, sowie der schönen Stickereien, Brokate und Hohlsäume, welche die Kleidung verzierten und gleichzeitig die soziale Ebene widerspiegelten.

Das Gegenstück Tier (Contraparte Animal) bezieht sich auf Darstellungen jener Wesen, die nach dem Weltbild der Maya den Menschen von Geburt an begleiten. Hier können naturalistische Darstellungen der Fauna, Bilder von übernatürlichen Wesen, wie Menschen mit Tiereigenschaften oder umgekehrt, und fantastische Wesen, die das Ergebnis der Vereinigung von zwei oder mehr Tieren sind, begutachtet werden.

Körper der Göttlichkeit (Cuerpos de la pinidad) zeigt die Vision, die diese Zivilisation hinsichtlich ihrer zahlreichen Gottheiten und heiligen Wesen hatte. Ihre Darstellungen verbinden menschliche Eigenschaften mit tierischen, pflanzlichen und anderen imaginären Elementen. Diesen Göttern und höheren Wesen schrieben die Maya die Herkunft der natürlichen Phänomene zu, die sie fürchteten, und des materiellen und geistigen Ausdrucks von allem, was existiert.

Das Kulturgut der Ausstellung ist Teil von Sammlungen aus dem Museo Nacional de Antropología und Museen in Chiapas: Regional de Tuxtla Gutiérrez, von den Orten Toniná, Arqueológico de Palenque Alberto Ruz Lhuillier und Arqueológico de Comitán, sowie dem Instituto Nacional de Antropología e Historia (INAH) Chiapas. 

Aus Tabasco, die Museen Dr. José Gómez Panaco y Regional de Antropología Carlos Pellicer Cámara, und von den Orten Comalcalco und Pomoná.

Aus Campeche, die Museen Arqueológico de Campeche Fuerte de San Miguel, de Arquitectura Maya Baluarte de la Soledad, von den Orten Hecelchakán, der archäologischen Zone Edzná und dem INAH Campeche.

Aus Yucatán, das Museum Regional de Antropología Palacio Cantón, sowie von den Orten Uxmal und Chichén Itzá, und dem Dorf Maya de Dzibilchaltún. 

Aus Quintana Roo, das Museum Maya de Cancún und von dem INAH Quintana Roo.

Die Ausstellung Die Maya Sprache der Schönheit ist bis Anfang August im Martin-Gropius-Bau in Berlin (Deutschland), zu sehen.

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